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Bedürfnisse, Wünsche, Verletzlichkeiten, Schwellen, Grenzen

Bedürfnisse, Wünsche, Verletzlichkeiten, Schwellen, Grenzen

Das sind fünf Begriffe, deren Unterscheidung sich lohnt.

Kennst du das: Du fühlst dich nicht wohl, weisst aber nicht, wie verändern? Du musst dich entscheiden, weisst aber nicht für was? Du tust etwas und merkst erst später, dass du dabei eine Grenze von dir überschritten hast?
Es gibt noch viele weitere Beispiele, bei denen sich Bedürfnisse mit Wünschen - und Schwellen mit Grenzen vermischen. Das kann zu Unwohlsein und Verwirrung oder sogar zu Orientierungslosigkeit führen. Folgende Ausführung hilft dir zu unterscheiden zwischen den verschiedenen Begriffen und was sie für dich beinhalten können:


Bedürfnisse

Dinge, Verhalten, Umstände, die du brauchst. Ein Need. "Ohne das geht es nicht." 

Wünsche

Dinge, Verhalten, Umstände, die du dir wünscht. "Nice to have". 

Verletzlichkeit

Dinge, Verhalten, Themen, Umstände bei denen du dich verletzlich fühlst. Oft sind sie verbunden mit bewussten oder unbewussten Erlebnissen aus deiner Vergangenheit. Verletzlichkeiten können eine Schwelle sein oder eine Grenze. Je mehr du dir deiner Verletzlichkeiten bewusst bist, desto eher kannst du erkennen, ob dazu eine Grenze oder eine Schwelle gehört. Mit diesem Bewusstsein und dem Erkunden, welche Bedürfnisse erfüllt sein müssen, ist es oft möglich, aus einer Grenze eine Schwelle zu machen. 

Schwelle 

Ein physischer, psychischer, mentaler oder emotionaler Ort, der dich herausfordert. Du spürst Angst, Widerstand, Abwehr etc. Trotzdem möchtest du darüber gehen. Es braucht eine Anstrengung, über die Schwelle zu gehen und einen sorgfältigen Umgang mit dir selber, mit deinen Bedürfnissen und Wünschen. Schwellenübergänge fordern uns heraus und lassen uns wachsen. 

Grenze

Ein physischer, psychischer, mentaler oder emotionaler Ort, bei dem du klar spürst/weisst, dass du im Moment nicht weitergehen möchtest. Du schützt dich dementsprechend. Oft werden Grenzen mit der Zeit, bzw. durch innere Arbeit zu einer Schwelle, die du überschreiten kannst, wenn die Umstände passen (siehe bei Verletzlichkeiten).

Fazit

Indem du den feinen Unterschieden nachgehst und sie mehr und mehr erkennst und zu nutzen weisst, verändert sich deine Haltung, dein Bezug, deine Kommunikation und deine Begegnung mit dir und anderen.
Du wächst, fühlst dich sicherer und kannst tiefer (er)leben. 
Du weisst, wie du dich wohl fühlst und was du dazu brauchst.
Du kannst treffender kommunizieren, was dich gerade bewegt, bzw. was du gerade brauchst. 


Für manche Abschnitte auf diesem Weg ist eine professionelle Begleitung hilfreich.

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