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Erotische Kompetenz im 21. Jahrhundert

nächstes Datum: 25. Oktober 2019

Guter Sex kann nur gut sein, wenn er zu den eigenen Wünschen und Gefühlen passt, wenn er für die aktuelle Situation stimmt und wenn durch das Verhalten der Beteiligten eine Gemeinsamkeit entsteht, die beide geniessen. Zum Glück können wir alle diese Dinge beeinflussen, weil wir als Menschen keinem instinktgesteuertem Fortpflanzungsprogramm unterworfen sind. Berit Brockhausen

Sexualität im 21. Jahrhundert umfasst angeborenes sowie erlerntes Wissen. Wissenschaftliche und psychologische Erkenntnisse sind ebenso wichtig geworden wie Achtsamkeit, Autoerotik und die Verbindung von Körper, Herz und Seele. Am Wochenende erlebst und erforscht du verschiedene Facetten dieses Wissens und lernst, wie diese integrierte Form von erotischer Kompetenz deine Sexualität und deine Beziehungen erweitern und vertiefen kann.

Angeborene Sexualität

Du sagst, Sexualität muss man doch nicht lernen, das kann man doch einfach? Das stimmt. Heute weiss man, dass sich schon Babies sexuell stimulieren auch Orgasmen haben. Die angeborene Sexualität bewegt sich jedoch in einem Bereich von sehr archaisch eintönigen Bewegungsabläufen mit viel Körperspannung – dieser Sexualität fehlt also die Leichtigkeit, die Virtuosität, die Vielfalt und die Tiefe.

Stärkung der erotischen Kompetenz

Am Kurswochenende schaffe ich einen Raum, in dem Frauen, Männer und Menschen, die sich anders definieren, gleichermassen gestärkt werden in ihrer erotischen Kompetenz. Erotische Kompetenz könnte auch heissen: Kompetenz für das Zusammenspiel von körperlich-emotionaler Bewusstheit und kognitivem Wissen im Sexuellen Kontext.

Du kannst dir die erotische Kompetenz vorstellen wir die Kompetenz, die du im Laufe der Jahre in deiner Arbeit erwirbst: Durch die Erweiterung deiner Kompetenz steigert sich die Qualität deiner Arbeit. Genauso erhöht sich mit dem Erwerb, bzw. der Erweiterung von erotischer Kompetenz die Qualität deines sexuellen Erlebens.

Lernen durch Fachinputs und Übungen

Du lernst an diesem Kurs Tools kennen, mit denen du hindernde Körperreaktionen oder ablenkende Gedanken verändern kannst. Denn schlussendlich sind dies Dinge, die in unserem Kopf, unserem Gehirn ablaufen. Gedanken entstehen dort – sie steuern unsere Gefühle sowie unser Handeln oder Nichthandeln, unser Einlassen oder unseren Rückzug.

Mit den gelernten Tools kannst du dich aktiv entscheiden, ob du dich in einen erotischen Kontakt einlassen möchtest und bist nicht mehr Stimmungen, momentanen Körpergefühlen oder deinen Gedanken ausgeliefert.

Du kannst dein Gehirn trainieren so wie du deine Muskeln trainierst. Es ist ein bisschen komplexer, aber in der Wirkung ist es schlussendlich sehr ähnlich. Wie beim Muskeltraining entscheidest du auch beim Gehirntraining, WAS du trainieren möchtest.

Lernen durch und mit anderen

Im Erleben und Üben, sowie durch Fremd- und Selbstwahrnehmung lernst du deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen, deine Ängste und Wünsche besser kennen.

Durch das Hineinfühlen in dein Gegenüber entwickelst du Empathie - für die anderen genauso wie für dich selber.

Im Austausch mit den anderen Teilnehmenden lernst du, was auch noch möglich ist. Du kannst staunen, forschen, lachen, erahnen, erspüren, nachfragen, dich getrauen, verstehen… Der Gruppenraum ist ein sicherer Raum für dein Probehandeln. Du nimmst dich differenzierter wahr und bringst Bewusstsein in deine Verhaltensmuster. Im Erkennen kannst du solche Muster verändern und veränderst dadurch auch dein Umfeld.

Du bewegst dich hin zu mehr authentischen, mehr freudvollen und mehr entspannten Kontakten – im Gespräch, in der Stille, in der Berührung, im Sein und im Handeln.

Das Lernen findet in vier Bereichen statt

Kommunikation

Du lernst die Grundregeln von intimen Gesprächen kennen und erlebst, wie befreiend das Gefühl ist, wenn du dich einfach zeigen darfst - mit allem was du gerade bist und was dich gerade bewegt. Das lässt dich tief bei dir selber ankommen und tiefe Verbundenheit mit deinen Gegenübern spüren. Intime Gespräche sind Teil einer Sexualität, die von innen angeregt ist und gelten als nachhaltiges Aphrodisiakum, das immer und jederzeit verfügbar ist.

Du lernst Formen kennen von wertschätzenden Feedbacks an andere, bzw. wie du zurückgehaltene Dinge auf eine liebevolle Art und Weise sagen und hören kannst.

Körper

Du lernst, wie du selbstliebend deinen Körper, aufwecken und bereit für erotische Erlebnisse machen kannst. Nicht geil, sondern weit und warm.

Du lernst, was dir hilft, dich tiefer auf dein Gegenüber einzulassen und deinen Körper sowie deine Gefühle intensiver wahrzunehmen.

Du lernst die Verwandtschaft vom weiblichen und männlichen Körpern kennen und kommst dadurch deinem eigenen Körper näher. Du erlebst dich weniger getrennt und weniger anders. Dabei helfen anatomisches Wissen und Kenntnisse über Neurobiologie.

Präsenz

Achtsamkeit öffnet dich für ein Erleben von Moment zu Moment. So öffnen sich auch neue Dimensionen. Es geht nicht mehr darum, besitzen zu wollen, Dampf abzulassen, Macht auszuüben, an einem Ziel anzukommen..., sondern darum, die feinen Bewegungen in dir wahrzunehmen und zu teilen. Erkennen, welche Gedanken oder Körperwahrnehmungen dich hindern, noch mehr einzutauchen. Wirklich im Moment und wieder im Moment und wieder im Moment anzukommen und zu sein. Dich dem hingeben was ist und die Gedanken weiterziehen lassen.

Du lernst Werkzeuge kennen, die dir helfen, präsent zu bleiben, bzw. immer wieder in die Präsenz zurückzukommen. Und auch hier geben dir neurobiologische Hintergründe einen Rahmen zum besseren Verstehen.

Sexualität und Spiritualität

Mit Vertrauen in dich und dem was ist, mit intimer Kommunikation und Präsenz kommst du in einen Flow mit deinem Gegenüber. Ein spiritueller Raum öffnet sich. Wertvorstellungen und alte Muster können sich verändern, sodass es richtig oder falsch nicht mehr gibt, sondern nur noch die Weite der Erfahrung, die Tiefe der Begegnung, die Bewusstheit des Körpers und die Berührung des Herzens. Wenn du dir selber und deinem Gegenüber vertraust und offen bist für das, was entsteht, wenn ihr euch energetisch so verbindet, dass niemand mehr führt oder geführt wird, dass niemand mehr muss oder sollte, dann löst du dich aus der Polarität von ich und mein Gegenüber und etwas Drittes kann entstehen.

Warum ich dieses Wochenende anbiete

Das 21. Jahrhundert ist geprägt von einem enormen technischen und wissenschaftlichen Fortschritt. Die Gehirnforschung hat Spannendes herausgefunden, das zu einer vertieften Wahrnehmung von Sexualität beitragen kann. Trotzdem haben die gelebte Sexualität und damit die erotische Kompetenz den Entwicklungsschritt weitgehend verpasst und sitzen vielerorts noch in alten, festgefahrenen Glaubenssätzen fest.

Stelle dir als Vergleich vor, wie es wäre, wenn die Menschen heute, im Zeitalter von grossen, hochaufgelösten, digitalen Flachbildschirmen noch immer einen Schwarz-Weiss Fernseher mit Bildröhre benutzen würden... Um alle Vorzüge der Entwicklung geniessen zu können, lernst du am Wochenende die Schalter kennen für eine moderne Sexualität/Beziehung mit einer hohen Auflösung und Tiefenschärfe, sowie Entwicklungspotential und ganz viel Spass und Freude.

 

  • Was bedeutet Erotik eigentlich?

    Erotik im Wikipedia: Im 18. Jahrhundert wurde das Adjektiv erotisch als Fremdwort aus dem Französischen (érotique) ins Deutsche übernommen; das französische Wort ist von dem altgriechischen Adjektiv erotikos abgeleitet. Der älteste Beleg für das deutsche Adjektiv findet sich bei Johann Gottfried Herder (1769). Anfangs wurde das Wort zur Bezeichnung von erotischer Dichtung verwendet, ab dem frühen 19. Jahrhundert auch in einem weiteren Sinne für alles auf die sinnliche Liebe Bezogene. Von dem Adjektiv wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Substantiv Erotik zur Bezeichnung der sinnlichen Liebe, des Liebes- und Geschlechtslebens abgeleitet (erster Beleg bei Christoph Martin Wieland, der 1801 eine künftige Wissenschaft der Erotik ins Auge fasste).[1]

  • Sind wir nackt in diesem Kurs?

    Nein, die Kleider bleiben die ganze Zeit an und ich leite auch keine erregenden Berührungen an. Am Sonntagnachmittag gibt es eine Sequenz, in der die Hauptkompetenzen nochmals geübt werden. In dieser Sequenz kannst du wählen, ob du einen Teil oder alle deine Kleider ausziehen möchtest. Es gibt für diese Sequenz eine Gruppenbildung, die Leute mit ähnlichen Wünschen zu Bekleidet- bzw. Nacktsein zusammenbringt.

  • Gibt es Berührungen an den Genitalien?

    Berührungen an den Genitalien finden nur dann statt, wenn zwei Personen es miteinander vereinbaren – jedoch sind die Berührungen an diesen Stellen nicht stimulierend, sondern Berührungen wie an anderen Körperstellen. 

  • Kannst du mir einige konkrete Kompetenzen nennen, die ich lernen kann?

    Zum Beispiel:

    • von Anspannung zu Entspannung finden
    • von der Lustlosigkeit zur Lust finden 
    • Lust halten und/oder verstärken
    • von der Zielorientierung zum Flow gelangen
    • in angenehme, erotische Denk- und Gefühlswelten tauchen
    • Gespräche führen, die tief berühren und aphrodisisch wirken
    • Räume kreieren, in denen Intimität entstehen kann (Intimität ist Voraussetzung für tief erlebte Sexualität, sowie für spirituelle Erfahrungen in der Sexualität)
  • Wie kann ich mir ein Gehirntraining vorstellen?

    Das sind Trainings, in denen du übst, deine Gedanken in andere Bahnen zu lenken, deinen Atem bewusst zu atmen und so auch deine Gefühle zu verändern. Je öfter du das machst, desto einfacher wird es. Dein Gehirn entwickelt im übertragenen Sinn neue Muskeln – bzw. es wachsen neue Nervenbahnen und neue Synapsen* werden gebildet.

    Auf diese Weise kannst du dich bewusst dafür entscheiden, dein Denken und Fühlen zu verändern von einem unwohlen zu einem wohligen Gefühl. Mit der Zeit brauchst du dafür immer weniger Aufwand und das neue Verhalten pendelt sich ein und wird zu deinem normalen Verhalten.

    *Synapse=Verbindungsstelle zwischen zwei Nervenzellen oder zwischen Nervenzelle und einer anderen Zelle (Sinneszelle, Muskelzelle, Drüsenzelle). Synapsen übertragen auch Signale und speichern unter bestimmten Umständen Informationen.

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